überarbeitet am 19.12.2014

Handys an Schulen

Allgemeine rechtliche Grundlagen

Der Art. 56 Abs. 5 BayEUG lautet:

"Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind Mobilfunktelefone und sonstige digitale Speichermedien, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, auszuschalten. Die unterrichtende oder die außerhalb des Unterrichts Aufsicht führende Lehrkraft kann Ausnahmen gestatten. Bei Zuwiderhandlung kann ein Mobilfunktelefon oder ein sonstiges digitales Speichermedium vorübergehend einbehalten werden."
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Der räumliche Anwendungsbereich des Verbots ist auf das Schulgebäude und das Schulgelände im Übrigen begrenzt. Die Vorschrift betrifft hingegen nicht schulische Veranstaltungen außerhalb des räumlichen Bereichs der Schule und sonstiger schulischer Anlagen.

Um eine unterrichtsgemäße und pädagogisch sinnvolle Verwendung "neuer Medien" nicht zu beeinträchtigen, beschränkt sich das Nutzungsverbot für die sonstigen digitalen Speichermedien darauf, dass die betreffenden Medien zu anderen als Unterrichtszwecken benutzt werden. Ferner sollen Schülerinnen und Schüler in Ausnahmesituationen nach vorheriger Gestattung durch eine Lehrkraft ihr Mobilfunktelefon im Schulbereich verwenden dürfen, um notwendige Telefonate zu führen (z. B. Information der Erziehungsberechtigten über Änderungen im Unterricht oder sonstigen Tagesablauf).

Für den Fall, dass Schülerinnen oder Schüler der Aufforderung, ihr Mobilfunktelefon auszuschalten, nicht Folge leisten, ist es den Lehrkräften neben den weiterhin anwendbaren schulischen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen möglich, Schülermobilfunktelefone vorübergehend abzunehmen. Die Dauer des Einbehaltens liegt im pädagogischen Ermessen der Lehrkraft, die unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes nach den Umständen des Einzelfalls entscheiden wird.

Das Verbot schließt nicht aus, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Mobiltelefonen und digitalen Speichermedien im Unterricht thematisiert und pädagogisch aufbereitet wird. Vielmehr greifen Verbot und flankierende pädagogische Maßnahmen sinnvoll ineinander und unterstützen sich gegenseitig.

Quelle: http://www.km.bayern.de/eltern/was-tun-bei/rechte-und-pflichten.html

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Handys an Schulen bei Prüfungen


Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

1) Im Rahmen von Prüfungen (Leistungserhebungen) gilt Folgendes:

a) Bei Prüfungen, auf die die Regelungen in den Schulordnungen über den Unterschleif anzuwenden sind, stellt schon das Mitführen eines ausgeschalteten Mobilfunktelefons das Bereithalten eines unerlaubten Hilfsmittels dar.

b) Bei sonstigen Leistungserhebungen ist es der Lehrkraft zuzumuten, ggf. auf die Verwendung eines Mobilfunktelefons zu achten. Eine Kontrolle kann vor allem bei Verlassen des Prüfungsraums erfolgen.

2) Bezüglich des sonstigen Unterrichts ist zwischen aus- und eingeschalteten Geräten zu differenzieren. Auf das Mitführen eines ausgeschalteten Mobilfunktelefons kann die Schule keinen Einfluss nehmen, wohingegen ein eingeschalteter Apparat ein störender Gegenstand ist, auch wenn er auf stumm geschaltet ist. Bei Zuwiderhandlung kann ein Mobilfunktelefon einbehalten werden
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Hinweis der Schulleitung:

Aus den oben genannten Anordnungen ergibt sich ganz klar:
In der Schule, also auch in der Pause, ist das Mitführen eines eingeschalteten Handys untersagt und kann bei Zuwiderhandeln von der Lehrkraft abgenommen werden.